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Vielen Musikfreunden wird dieses Instrument nicht oder nur wenig bekannt sein und dennoch hat es seinen festen Platz in der Geschichte und
nicht nur der der Country Music. Erfunden wurde dieses Instrument im späten 19. Jahrhundert, auf Basis der Zither.
Die Zither besteht aus fünf (in einigen
Fällen auch aus sieben) metallenen Saiten für das Melodiespiel und zweiundvierzig Saiten stehen dem Spieler für das Akkordspiel zur Verfügung. Der Urahn der Zither
stammt vermutlich aus Asien und fand seinen Weg über Nordeuropa nach Mitteleuropa wo im frühen 17. Jahrhundert dann daraus das Scheitholt entstand. Dieses Scheitholt
gilt heute als Urahn der Zither und der Autoharp. Auch das Dulcimer gehört zu dieser Instrumenten - Familie. Das Dulcimer werden wir in einer späteren Ausgabe noch
näher behandeln.
Soweit zur Vorgeschichte, nun aber zur Autoharp. Der Amerikaner Charles F. Zimmerman galt lange Zeit als Erfinder der Autoharp, weil er ein
ähnliches Instrument im Jahre 1882 zum Patent angemeldet hatte. Zum besseren Verständnis der damaligen Konstruktionen zunächst einmal ein Blick auf die Bauweise der
heute gebräuchlichen Autoharp. Die Basis bilden immer noch die Saiten die im Aufbau denen der Zither ähneln. Hinzu kommt bei der Autoharp noch eine Klaviatur oder
Knopfmechanik, mit der die Akkorde angeschlagen werden und nicht benötigte Saiten mit Filzpuffern abgedämpft werden. Daher wird die Autoharp bisweilen auch als
Klaviaturzither bezeichnet. Die meisten Instrumente haben 54 Saiten mit denen bis zu 72 Akkorde gespielt werden können. Aber auch kleinere Instrumente sind durchaus
gebräuchlich. Im Gegensatz zur Zither, die ja liegend gespielt wird, wird die Autoharp senkrecht gespielt. An der Schulter liegend werden die Saiten mit
Fingerpicks gezupft beziehungsweise die Klaviatur betätigt.
Das Instrument das Zimmerman, übrigens ein ausgewanderter Deutscher, entwickelt hatte, stellte eine
Art Doppelzither dar. In Schmetterlingsform waren zwei Zithern mittels eines Steges verbunden. Über diesem Steg waren die Saiten gespannt, so dass man auf jeder Seite
des Instrumentes eine andere Stimmung der Saiten hatte. Nun hat dieses Instrument nicht viel Ähnlichkeit mit den heute gebräuchlichen Autoharps. Vielmehr ähneln die
Autoharps heute einem Instrument, dass der deutsche Karl Gütter aus Markneukirchen etwa zur selben Zeit entwickelte wie Zimmerman sein Instrument. Erstaunlicher Weise
hat Zimmerman sein Instrument auch nie produziert, sondern er produzierte ein Instrument, das dem von Gütter sehr ähnelte. Die Autoharp wurde am bekanntesten durch
SARA CARTER von der legendären CARTER FAMILY. SARA CARTER verstand es meisterlich dieses Instrument sowohl als Begleitinstrument als auch als Melodieinstrument zu spielen.
Ein weiterer, auch in Europa sehr bekannter Musiker, der die Autoharp meisterlich beherrscht ist BILL CLIFTON, der seit den 60er Jahren seine Art der Folk Country
Music sehr erfolgreich auf allen Kontinenten präsentiert. Seit den späten 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gibt es gar internationale Meisterschaften auf der
Autoharp. Diese finden jedes Jahr in Walnut Valley in den USA statt. Auch die bekanntesten Hersteller der Autoharp sind in Amerika beheimatet. Es sind die Firmen
"Fa. C.F. Zimmerman", "Fa. George Orthey" und "Fa. Oscar Schmidt".
Dieser Artikel basiert auf einem Bericht über die Autoharp in
dem Country Magazin "NO FENCES" aus Kassel in der Ausgabe # 16. vom Oktober 2001. Mit freundlicher Genehmigung des Magazins.
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