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Schon zum zweiten mal wurde, im letzten Jahr, die Pullman City II Trophy durchgeführt. Hier treffen sich die unterschiedlichsten Interpreten
der Country Music zum musikalischen Vergleich. Vom 09. bis 11. November des gerade vergangenen Jahres fanden sich sechsunddreißig Bands, Duos und Solokünstler in der
lebendigen Western Stadt Pullman City 2 im Harz ein, um sich einer Fachjury zu stellen. Ausgerichtet wurde dieser Wettbewerb von Pullman City selbst und der großen
Country Music Fachzeitschrift Western Mail aus Berlin.
 Aufgeteilt in zwei Gruppen hatte jede der Formationen genau 30 Minuten Zeit um ihr
Können den zahlreichen Fans und der Jury zu präsentieren. Im ca. 150 Personen fassenden "Big Moose Saloon" traten die Solokünstler und
die Duos an. In der großen, über 500 Personen fassenden "Music Hall" die Trios und die Gruppen. An allen drei Tagen waren beide
Veranstaltungsräume sehr gut besucht, so das sich alle Künstler vor einer guten Kulisse präsentieren konnten. Zunächst ein paar Worte zum Modus der Trophy.
Die Jury hatte die schwere Aufgabe alle Künstler ihres Bereiches in drei Kategorien zu bewerten, was dann zu einem Gesamtergebnis
zusammengefaßt wurde. Mit 50% wurde die musikalische Qualität bewertet, mit 30% das Entertainment und mit 20% die Bühnenpräsentation. Damit sollte gewährleistet
werden, dass der Schwerpunkt der Bewertung auf der musikalischen Leistung liegt und nicht auf einer guten Show, die eventuell vorhandene
musikalische Mängel überdeckt. Diese schwere Aufgabe teilten sich bei den Solokünstlern und Duos ein Mitarbeiter der Western Mail, ein
Mitarbeiter des No Fences Country Music Magazins aus Kassel sowie Thomas Fürst der mit mir
zusammen den MUSIC-EAGLE herausgibt. Bei den Bands waren vier Jurymitglieder im Einsatz: Der
Herausgeber des No Fences Magazins, der Herausgeber des C&W Guide, ein Mitarbeiter des Music
Express im Rheinland sowie ein kanadischer Country Music Künstler, mit Namen James Dee, der
über den Sommer in Pullman City II engagiert war. Also alles absolute Fachleute und Kenner unserer
Music und unserer Szene. Trotzdem alle um möglichst große Objektivität bemüht waren und
konzentriert gearbeitet haben, kann natürlich niemand seinen persönlichen Geschmack und seine
musikalischen Vorlieben ganz außen vor lassen. So ist es nur verständlich, dass bei sieben anderen
Jurymitgliedern natürlich auch ein, zumindest in Teilen, anderes Ergebnis ermittelt worden wäre. So
wie jeder Besucher seine eigene Meinung zu den einzelnen Auftritten hatte, erhofften sich sicherlich
auch viele Künstler eine andere Bewertung. Wer immer sich die Mühe macht und auf einem
beliebigen Festival die auftretenden Künstler nach den oben genannten Kriterien objektiv zu bewerten,
wird feststellen müssen, das daß eine verdammt schwere Aufgabe ist. Ich selbst habe an diesen drei
Tagen versucht, das ganze neutral und objektiv zu bewerten und habe mich immer wieder gefreut das
ich das erlebte nicht in Bewertungsnoten fassen muß. Im nachhinein äußerten sich einige enttäusche
Teilnehmer und auch einige Fans negativ über den Modus und die Teilnahmebedingungen, sowie über
das, ihrer Meinung nach, falsche Ergebnis. Sicherlich hätte man das Starterfeld weiter unterteilen
können in Profis und Amateure in Trios & Quartette usw. usw. und irgendwann hätte man für jeden
Teilnehmer eine eigene Kategorie und alle wären Sieger. Natürlich erscheint es zunächst unfair, wenn
Amateure gegen Profis antreten, aber ähnlich wie im Sport ist die Gefahr für die Profis wohl größer sich zu blamieren, denn die Amateure können dabei nur gewinnen. So kann ich auch nicht sagen wer
nun den größeren Mut aufgebracht hat sich dort zu präsentieren, die Profis oder die Amateure die zum Teil zum ersten Mal vor einem so großem Publikum auf der
Bühne standen.
Nun möchte ich etwas näher auf einen Teil der auftretenden Künstler eingehen. Ich möchte aber schon
vorher darauf hinweisen, das ich nicht alle Künstler ausführlich erwähnen kann, nicht nur weil das den Rahmen dieses Berichtes sprengen würde, sondern
auch, weil ich trotzdem ich mich darum bemüht habe, nicht alle Künstler ausreichend lange gehört habe um mir ein Urteil erlauben zu können. So sagt die nicht
Erwähnung in diesem Artikel nichts über die musikalische Qualität dieser Künstler aus. Theoretisch war es möglich alle Teilnehmer in voller Länge des
Auftrittes zu sehen, den der "Big Moose Saloon" und die "Music Hall" liegen direkt nebeneinander und sind nur
durch eine Tür getrennt und die Auftrittszeiten waren immer zueinander versetzt. Trotzdem stören sich beide Bühnen nicht, auch wenn auf beiden Bühnen gleichzeitig
Livemusik geboten wird. Doch nun zu den Künstlern. Am Freitag sorgten Schneeglätte und lange Staus dafür, das nicht alle Künstler pünktlich vor Ort
waren, aber mit ein paar spontanen Programmumstellungen, die von den schon anwesenden
Künstlern mit getragen wurden, konnte es pünktlich um 19.00 mit dem Wettbewerb losgehen. Den
Anfang machte "Sabine Duckstein", die gute Frau heißt wirklich so und hat auch nichts mit dem
bekannten Bier zu tun. Sie hatte hier ihren allerersten öffentlichen Solo-Auftritt und viele Songs ihrer
Lieblingsinterpreten, den Judds im Gepäck. Sie zog sich ganz ordentlich aus der Affäre und belegte,
trotz ihrer sichtlich großen Nervosität am Ende einen guten Platz im hinteren Mittelfeld, auf den sich
aufbauen läßt. Den Anfang auf der großen Bühne machte die Band "Salty Dawg" mit rockiger und
moderner Country Music. Im Saloon wurde es nun folkig mit "Jamestown Ferry" und auch mit "Eleven
Strings". "Eleven Strings" war nun auch die erste Formation die, die Teilnahmebedingungen wohl
nicht gelesen oder diese nicht ernst genommen hatte. Die beiden Herren holten sich zur Hälfte ihres
Auftrittes noch eine Sängerin mit auf die Bühne. Dieses belebte den bis dahin schon guten Auftritt
zwar noch weiter, aber man war damit zum Trio geworden bei einem Wettbewerb für Solokünstler und
Duos. Somit blieb der Jury keine andere Wahl als hier deutlich Punkte abzuziehen für diesen Verstoß
gegen die Teilnahmebedingungen. In der Music Hall eroberten im Anschluß die "Slow Horses" die
Bühne. Mit Schwung und großer Spielfreude sorgten sie mit vielen eigenen Songs, die qualitativ den
Coversongs in nichts nachstanden, für ein erstes Highlight. Anhaltender Applaus in der fast voll
besetzten Music Hall zeigte das "Slow Horses" offensichtlich den Geschmack des Publikums
getroffen hatte. Viele glaubten bereits jetzt die Sieger des Wettbewerbs gesehen zu haben und auch
für mich waren "Slow Horses" die beste Band der Trophy. Wenngleich die Jury etwas anders
entschieden hat, so kann ich deren Wertung doch nachvollziehen und zustimmen. Die genauen
Ergebnisse folgen am Ende dieses Berichtes. Im Saloon traten als letzte dieses Tages nun "Wild
Horses" auf. Sie setzten zum ersten Mal an diesem Tag einen Drumcomputer und ein Playback ein.
Dieses sorgte zwar für mehr Klangfülle aber zeigte auch, dass die musikalische Leistung wohl nicht
an die vorher aufgetretenen Künstler heranreichen wird. In der Music Hall wurde es nun modern und
rockig mit der bekannten Band "Powerman's Grave" aus Hannover. Hier hat man sich eindeutig dem
Country Rock verschrieben und bringt diesen überzeugend und mit eigener Note ans Publikum. Da
hatte es das Trio "El Paso" nachher natürlich zunächst etwas schwer. Aber mit Spielfreude und einer
guten Musikauswahl und nicht allzu häufig gespielten Songs konnten auch sie schnell das Publikum
für sich gewinnen. Insbesondere für kleinere Clubs konnten sie sich hier als Alternative empfehlen und sorgten für einen guten Abschuß des ersten Tages.
Am Samstag machte
wieder der "Big Moose Saloon" den Anfang. Mit "Travis Trucker Hunter" aus Salzgitter stand hier wieder ein junges Talent auf der
Bühne. Das er noch nicht allzu lange dabei ist merkte man seinen Vortrag schon an, aber er hatte trotzdem den Mut sich, neben einigen bekannten Songs,
auch mit eigenen Songs und durchaus originellen Texten, zu präsentieren. Es folgte ihm "John Hardy" auf die Bühne. Der im Süden Deutschlands als "Donau
Cowboy" schon recht bekannte Künstler bot ein solides Programm unterstützt von einem Drumcomputer. Leider hatte auch
er die Teilnahmebedingungen offensichtlich nicht studiert, die besagten, dass nur Songs in englischer
Sprache gesungen werden dürfen. Daran hielt sich John Hardy nicht und erhielt dafür dann auch einen
deutlichen Punktabzug, wie übrigens alle anderen denen dieses Mißgeschick auch passierte.
Erstaunlicher Weise waren das gleich mehrere Künstler. Mit alten Country & Rock Songs präsentierte
sich "Rainer Baeck". Von einer Bühnenpräsentation oder gar einer Interaktion mit dem Publikum
kann man bei ihm leider überhaupt nicht sprechen und so blieb der Applaus auch recht sparsam.
Ganz ruhig und an der Folkmusic orientiert war die Musik bei "California Fog" dem Mutter Tochter
Duo aus Berlin. Hier gab es Musik zum zuhören und genießen. Richtig ruhig wurde es im Saloon, alle
lauschten gebannt den hellen und klaren Stimmen von Gay und Shavonne Frazier, die überwiegend
eigene Songs ihrer neuen CD präsentierten. Wer Country - Folk Musik mag und zuhören kann, wird
mit California Fog eine Perle guter Musik finden. "Willie", ein sympathischer Sänger, hatte schon im
Vorjahr teilgenommen und sich seit her deutlich weiterentwickelt. Voller Spiellaune brachte er
bekannte alte und neue Songs zu Gehör. Gleiches gilt für "Mike Mountain". Nun folgte die Siegerin
des Vorjahres "Heidi Hofmann" und alle waren gespannt ob die junge Frau wohl ihren
Überraschungserfolg vom letzten Jahr wiederholen kann. Diesmal hatte sie deutlich mehr Technik
dabei. Ein Funk gestütztes Gesangsmikro und eine Gitarre mit Funkübertragung sowie aufwendige
Playbacks. Leider wollte diese Technik nun gar nicht so wie die Künstlerin und es kam zu deutlichen
Verzögerungen im Programmablauf. Mit ihren erst zwanzig Jahren ist Heidi Hofmann wohl noch nicht
routiniert genug um dann einfach zu sagen: "Wenn die Technik halt nicht will lassen wir sie eben weg
." Statt wie im letzten Jahr nur mit Stimme, Gitarre und Ausstrahlung zu glänzen, ließ sie sich von
der störrischen Technik nervös machen und konnte nicht an bekannte Leistungen anknüpfen. Sie
versuchte offensichtlich eine eingeübte Rolle zu spielen, anstatt ganz sie selbst zu sein. Direkt im
Anschuß folgte "Pullman Gitty". Frisch und natürlich präsentierte sich die junge Frau dem Publikum.
Bei ihr funktionierte ihre Funktechnik und so tobte sie voller Energie durch das Publikum, das auch
von ihrer leicht rauchigen Stimme schnell begeistert war. Im Vorfeld sagten einige, das Pullman Gitty
schon gewinnen wird, weil sie ja schließlich zum Veranstalter gehört. Nun ist es zwar richtig, das
ihre musikalische Heimat in Bayern in Pullman City 1 liegt, aber hier ist sie zurecht ganz weit oben
gelandet, weil sie musikalisch überzeugt hat. Weiter ging es mit Country und Rockabilly Music der
50er Jahre und "Wild Bob Hickup & Mad Dog Huber". Sie hatten originelle Textpassagen zu bieten, z
.B. "It's lonely in the saddle since my horse is dead". Den Abschluß des Tages im Saloon machte
"Anvil Jackson". In der Music Hall begann "Easy Rider" den Tag. gefolgt von "Ka-Tet" der Trio Version
von California Fog erweitert um eine gute männliche Stimme. Es folgten "The Apple Jacks" eine
junge Band, die noch etwas üben muß, bevor sie sich für größere Aufgaben empfehlen kann.
"Harper's Country Express" glänzte durch unentschuldigtes Fehlen und hat so, nicht sehr kollegial,
einer anderen Band die Möglichkeit zur Teilnahme genommen. Angenehm zu hören waren die
Standards von "Silver Eagle" aus Brandenburg. Ihnen folgte "Westend" aus Thüringen, die spätere
Siegerband. Leider habe ich diese Band weites gehend verpaßt und habe nur einige wenige Minuten
ihrer guten Musik gehört. Die "Ghost Town Saints" sind eine gute Band mit großem Spaßfaktor. Mit
ihrem an der Rockabilly Music angelehntem Spiel erinnern sie manchmal etwas an BR549. Die letzte
Band des Abends "Jump The Gun" meinte um ein Uhr Nachts erst einmal fast zwei Stunden umbauen
zu müssen für ihren dreissig minütigen Auftritt. Erstaunlicher Weise blieb fast die Hälfte des
Publikums so lange im Saal um dann eine fast als Hardrock zu bezeichnende Musik zu hören zu
kriegen. Das was da musikalisch geboten wurde war sicher nicht schlecht, aber auf einer Country Veranstaltung völlig fehl am Platze.
Den Sonntag eröffnete "Mick Dietrich" mit Standards und auch eigenen Songs nur zur Gitarre
vorgetragen. Ich persönlich hätte ihn eine etwas bessere Wertung gewünscht. Vielleicht lag es daran
das der Saloon um 11.00 Uhr Morgens noch recht leer war und das Publikum erst im Laufe des
Auftrittes eintraf. Nun sollte "Farrah Wind" dran sein, aber auch sie war nicht erschienen und hatte
sich auch nicht abgemeldet. Also gab es eine etwas längere Pause, bis der spätere Sieger "Mark
Merritt", ein in Deutschland lebender Amerikaner" auf die Bühne kam. Ohne jegliche technische
Unterstützung nur mit seiner Gitarre und seiner guten Stimme konnte er voll überzeugen. Ein paar
bekannte Songs und viele eigene Songs brachte er eindrucksvoll zu Gehör. Zu recht wurde er zum
Sieger gekürt. Wer immer diesen Künstler live erleben kann sollte die Gelegenheit wahrnehmen. Ein
Frauenduo war nun mit "Girls Business" am Start. Mit überwiegend eigenen Songs bewegten sie sich
recht weit weg von der Country Music und auch an der Präsentation müssen sie noch üben. Dafür,
dass sie sehr viel deutschsprachig sangen erhielten sie auch wieder deutlichen Punktabzug. Den
Abschluß im Saloon machte der Amerikaner "Daniel T. Coates". Für ihn gilt das gleiche was ich
schon über Mark Merritt geschrieben habe. und Daniel T. Coates wäre wohl auch der schärfste
Konkurrent für Mark Merritt gewesen hätte er nicht auch einen Song in Deutsch gesungen.
Merkwürdig war, dass sein Auftritt sehr stark Anfing und dann schwächer wurde, ungewöhnlich für
diesen tollen Künstler. Wer der englischen Sprache mächtig ist wird bei den Auftritten von Daniel T.
Coates besonders viel Spaß haben, denn bei ihm bekommen viele bekannte Songs neue originelle
Texte, die sich oft auf das beziehen, was gerade am Auftrittsort passiert. "Country Express" eröffnete
den Reigen in der Music Hall recht modern mit bekannten Songs. Aus Hamburg folgte die Band
"Tears und Kisses" mit einem modernen Programm und einer erfrischenden Moderation. Eine Band
mit großen musikalischen Potential die leider viel zu selten spielt. Ebenfalls aus Hamburg stammt
die nächste Band "Heartbreak Train". Diese noch recht junge Band spielt einem bunten Mix aus alten
und neuen Country Songs und konnte überzeugen. Aus Holland war die Band "Montana Blaze" extra
für diesen Tag angereist. Mit guter moderner Country Music konnten auch sie absolut überzeugen und
belegten zurecht einen Platz ganz weit vorn. Montana Blaze ist eine Band die manchen deutschen
Festival gut zu Gesicht stünde. Gleiches gilt für die letzte Band, die "Blue Timers" aus Ungarn. Auf
den letzten Drücker erreichten sie Pullman City und kamen praktisch direkt aus dem Auto auf die
Bühne. Mit ihrer bekannten Mischung aus Country, Bluegrass und Irish Music konnten auch sie
wieder überzeugen. Als besondere Überraschung hatten sie ihr neuestes Bandmitglied, eine Sängerin dabei.
Direkt im Anschuß erfolgte die Siegerehrung mit der Übergabe der fast einen Meter großen Pokale.
Mark Merritt war trotz all seiner Erfahrung sichtlich überrascht, dass er gewonnen hatte und freute
sich riesig. Die Band Westend hatte anscheinend nicht damit gerechnet zu gewinnen, denn es war
niemand mehr von der Band anwesend. Danach konnten die Teilnehmer die Wertungslisten einsehen
und bei der Jury erfragen, wie sie bewertet wurden. Es warfen zwar einige Teilnehmer einen kurzen
Blick auf die Ergebnisse, aber das Gespräch mit der Jury warum diese zu diesem Ergebnis
gekommen war suchte kaum einer der Künstler. Es hatte den Anschein, das es kaum einen Künstler
interessiert wo und warum die Jury den einen oder anderen Punkt abgezogen hat und wo er sich
noch verbessern könnte. Die Künstler, die zur Jury kamen und das Gespräch suchten, waren sichtlich
über die Antworten erfreut, selbst dann, wenn die eigentliche Wertung nicht dem erhofftem Ergebnis
entsprach. Hier komme ich wieder auf einen Punkt, den ich schon am Anfang dieses Artikels erwähnt
habe. Im Nachhinein haben sich einige Teilnehmer im Internet, über die ihrer Meinung nach
ungerechte Bewertung, ausgelassen. Aber nachgefragt wie die Jury zu dieser Wertung kam, hat
keiner dieser Künstler. Auch die Gelegenheit zu der zahlreich anwesenden Fachpresse Kontakt
aufzunehmen hat kaum ein Künstler wahrgenommen. All dieses zeigt meiner Meinung nach ein
Hauptproblem der deutschen Country Szene, nämlich mangelnde Professionalität und mangelndes
Engagement bei der Eigenwerbung. Viele Bands haben trotz Aufforderung der Veranstalter nicht
einmal Infomaterial geschickt, wo sich die Jury über die Bands hätte informieren können und viele der vorliegenden Infozettel waren äußerst unprofessionell gestaltet.
Trotzdem war die Trophy eine runde und gelungene Veranstaltung mit viel guter Musik zu zivilen
Preisen. Jeder anwesende hat wohl neue Künstler für sich entdeckt und vielleicht auch bekannte
wieder neu entdeckt. Auch die vielen anwesenden Veranstalter werden sicherlich den einen oder
anderen Künstler für ihre Veranstaltungen gebucht haben. Nicht nur die jenigen die letztlich als
Sieger dastanden. Und so gesehen gab es wieder viele Sieger, auch wenn sie in der Wertung vielleicht nicht ganz oben gestanden haben.
Pullman City II Country Music Trophy 2001 Ergebnisse
Bei der zweiten Pullman City II Country Music Trophy kamen in den beiden Wettbewerbskategorien folgende Platzierungen heraus:
Kategorie Bands:
1Westend 367,1 Punkte 2.Montana Blaze 357 3.BlueTimers 356,8 4.Silver Eagle 336,2 5.Slow Horses 320,1 6.Tears & Kisses 308,9 7.Easy Rider 307,3
8.Country Express 304,9 9.Powerman`s Grave 302,7 10.Ghost Town Saints 291 11.Heartbreak Train 269,9 12.ka-tet 265,5 13.Hudson Bay 264,9
14.Louisiana Cowboys 258,5 15.El Paso 247,6 16.The Apple Jacks 216,5 17.Jump the Gun 162 18.Salty Dawg 122,5
Kategorie Solo/Duo: 1.Mark Merritt 252,4
2.Pullman Gitty 221,5 3.California Fog 221,3 4.Daniel T. Coates 213,5 5.Heidi Hofmann 206,1 6.Willie 204,6 7.Jamestown Ferry 203,5
8.Mike Mountain 201,5 9.Wild Bob Hickup & Mad Dog Huber 192,4 10.Mick Diedrich 188,2 11.Wild Horses 183,8 12.Eleven Strings 165,9
13.Travis "Trucker" Hunter 152,2 14.John Hardy 138,5 15.Sabine Duckstein 137,0 16.Anvil Jackson 136,3 17.Rainer Baeck 132,2 18.Girls Business 126,5
Die Pullman City II Country Music Trophy ist eine Co-Produktion der Westerstadt Pullman City II und der Fachzeitschrift Western Mail.
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