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Country Music ist eine Domäne weißer Musiker, der
Grund dafür ist sicher in den Wurzeln der Musik zu suchen und dennoch gibt auch schwarze Interpreten, die sich der Country Music gewidmet haben. Am
bekanntesten von allen ist sicher Charley Pride, einem dem deutschen Publikum geläufiger Name, seit dem Truck Stop Hit Ich möcht´ so gern Dave Dudlely hör´n,
der im Text fortfährt mit den Worten Hank Snow und Charley Pride.
Charley Pride macht seit Jahrzehnten nichts anderes
als Country Music und seine Version von Kaw Liga ist fast besser, als die des alten Hank Williams. Große Erfolge konnte Pride mit Songs wie Crystal Chandaliers
oder Kiss An Angel Good Morning feiern. Insgesamt hatte Pride mehr als 65 Hitnotierungen in den Billboard-Country-Charts. Seine Stimme ist fast die eines
weißen Mannes, seine Texte verleugnen seine schwarze Hautfarbe aber meistens nicht, wenngleich Pride kein allzu politischer Sänger ist. Seit 1963 ist er
im Geschäft. Er ist der erfolgreichste schwarze Countrysänger. Zu Beginn der siebziger Jahre erhielt er mehrere Auszeichnungen der Country Music
Association (CMA). Am 18. März 1999 ist Pride 61 Jahre alt geworden und noch immer im Geschäft.
Zu Beginn der Neunziger versuchte Cleve Francis als
schwarzer Fuß im Countrygeschäft zu fassen. So recht wollte dies nicht klappen, obwohl sein Album Walkin´ recht
schön geraten ist. Auch seine zweite CD floppte, so arbeitet er nun wieder in seinem eigentlichem Beruf als Kardiologe.
Zur Zeit will Cleve nicht jedoch aufgeben, aber einen Plattenvertrag hat er inzwischen nicht mehr. Vielleicht schafft er es ja doch noch.
DeFord Bailey war nie ein Star der Country Music, trotzdem darf er an dieser Stelle nicht fehlen, denn als der Barn Dance
zur Grand Ole Opry wurde (die heute älteste Country-Radio-Sendung der Welt) stand DeFord, neben anderen Künstlern
auf der Bühne, und ist somit der schwarze Musiker, der die Geburt, einer so wichtigen Einrichtung der Country Music,
miterleben durfte. Er endete dennoch als Schuhputzer in Nashville.
"Big" Al Downing hatte seinen größten Country Hit mit Bring
It On Home und ist der schwarze Country Sänger, der sich am häufigsten auf dem europäischen Kontinent blicken lässt.
Dennoch werden die meisten nur sein Klavierspiel kennen, denn das hört man in Wanda Jacksons Let´s Have A Party.
Auch ist er in Kreisen von Rockabilly Fans sehr beliebt, wo schwarze Künstler keine Seltenheit sind.
Ray Charles ist kein Country Sänger hat aber dennoch mehrere Alben Country Music eingespielt, Das
bekannteste ist Friendship, auf dem eine vielzahl von Duetten mit namhaften Country Größen erklingt.
Sehr schön auch das Album Wish You Were Here Tonight oder der Zweiteiler Modern Sounds In Country And Western.
Hier noch ein paar Alben anderer schwarzer Musiker:
Millie Jackson - Just A Lil Bit Country Dobie Gray - Drift Away
Esther Phillips - RefLections Of Country And Western Greats Joe Tex - Soul Country Tina Turner - Freedom To Stay (The Country Of Tina Turner)
LaToya Jackson - My Country Collection Sammy Davis jr. - Closest Of Friends O.B. McClinton - Obie From Senatobie B.B. King - Love Me Tender
Memphis Slim - Going Back To Tennessee Gatemouth Brown - Blackjack Nat King Cole - Ramblin Rose
Und wer darauf achtet wird noch eine Menge mehr finden, zum Teil inzwischen auch älteres Material auf CD´s.
Thomas Fürst
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