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CD TIPPS

[Zum Inhalt CD Tipps]

(aus Music-Eagle April/Juni 2002)

Pullman Gitty
Send A Little Love
Eigenproduktion

Hi Diddle Diddle - Proud Mary - Send A Little Love - Broken Hearted Girl - Will The Circle Be Unbroken - Nightingale - Piece Of My Heart - Mercedes Benz - Banks Of The Ohio - Bad Leroy Brown - The Rose

Ich gebe zu, hat mich Pullman Gitty - alias Brigitte Fischer - auf der Bühne sofort überzeugen können, so musste ich ihre CD erst zweimal hören. Doch jetzt gehört diese CD auf jeden Fall zu meinen lieblings CDs aus Deutschland. Gitty hat auf der CD einen guten Querschnitt ihres Repertoires eingesungen. Ausschließlich Coverversionen zumeist bekannter Songs. Doch mit der leicht rauchigen Stimme und der absolut positiven Art des Gesangs ist es einfach ein fröhliches Werk mit echter persönlicher Note.

Der Opener Song bringt gleich mal eine fröhliche Grundhaltung. Musikalischer wird es mit Proud Mary und Gitty zeigt, dass sie wirklich singen kann. Der Titelsong Send A Little Love klingt moderner und auch hier kommt die leicht rauchige Stimme Gittys gut zur Geltung. Das Gitty es mit der Country Musik wirklich ernst meint, wird beim hören von Broken Hearted Girl klar. Und mit Will The Circle Be Unbroken wird dies untermauert. Die Version von Nightingale finde ich sehr gelungen, dabei sollte nicht vergessen werden, dass bei so bekannten Songs immer der Vergleich zu anderen Versionen aufkommt, doch den braucht Gitty nicht zu fürchten. Piece Of My Heart macht klar, dass Gitty auch in anderen Musikrichtungen mühelos mithalten könnte und die Stimme passt ein weiteres mal. Überhaupt hat Gitty bei der Songauswahl gut darauf geachtet, immer Lieder zu haben, die auch wirklich zu ihrer Art des Gesanges passen. Das gelingt ja nicht jedem, der eine CD mit Coversongs aufnimmt. Mercedes Benz hat mich live von Gitty begeistert. Auf der CD ist es für mich der einzige Schwachpunkt, das die Handclaps und Drums zu sehr nach Computer klingen. Doch mit Banks Of The Ohio wird man schnell versöhnt. Positiv fällt auf, dass in Bayern, denn da kommt Gitty ja her, offenbar nicht vergessen wurde, dass auch akustische Instrumente einen Song ausreichend instrumentieren können und nicht immer E-Gitarren etc. sein müssen. Auch wird gerne mal auf das Schlagzeug verzichtet, was die CD wirklich zu einem Hörgenuss macht. Ich hänge mich sicher ein bisschen weit aus dem Fenster aber Gittys Bad Leroy Brown finde ich ganz persönlich wirklich besser als das Original, das allerdings hab ich auch noch nie gemocht. Sich an einen Song, wie The Rose zu wagen finde ich persönlich mutig, um so mehr war ich überrascht, dass die Aufnahme wirklich gelungen ist, lediglich zum Ende des Liedes hätte es für meinen persönlichen Geschmack lauter zu gehen können.

Es ist schade, dass Gitty immer als Haussängerin von Pullman City abgetan wird. Denn damit wird man ihr nicht gerecht, sie ist eine ernstzunehmende Künstlerin mit echter Liebe zu Country Musik und den dazugehörigen Fans. Ich bin froh, dass ein Unterhaltungsunternehmen, wie Pullman City dies erkannt hat und das Talent von Gitty fördert.  Live ist die Frau ein absolutes Highlight und die CD bringt wirklich schöne Musik ins Haus.

Selbst in guten Fachgeschäften gibt es wohl keine Chance die CD zu bekommen, es bleibt nur diese bei einem Besuch in Pullman City I oder II zu erwerben, selbst dann, wenn man Gitty selbst dort verpasst hat. Oder die CD wird auf einem Konzert außerhalb Pullmans erstanden. Der MUSIC-EAGLE wird übrigens versuchen Gitty im Herbst 2002 nach Norddeutschland zu holen. Noch steht da zwar nichts fest aber erste Gespräche wurden geführt und wir hoffen sehr.

Thomas Fürst

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