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-The Night The Lights Went Out In Georgia-
Lange habe ich nach einem Film gesucht,
dessen deutscher Titel noch weniger mit dem Original Titel zu tun hat, als es in diesem Beispiel der Fall ist. Ich habe keinen gefunden!
Amanda lässt die Puppen tanzen trifft weder den Inhalt des Filmes, noch ist irgendeine Verwandtschaft zum Original Titel, auch nur entfernt erkennbar.
The Night The Lights Went Out In Georgia ist kein großer Film, dennoch ein Kleinod für Country Fans. Und das obwohl, kein einziger
Country Star eine Rolle in diesem Film hat. Die Hauptrollen werden von Kristy McNichol (Amanda) und Dennis Quaid (Travis) gespielt.
Der Nachwuchssänger Travis tingelt mit seiner Schwester von Ort zu Ort, von Honky Tonk zu Honky Tonk. Hier und da ein kleiner Auftritt und in jeder Stadt ein neues Mädchen. Im Hinterkopf
immer der Traum vom Plattenvertrag in Nashville. Andauernd gibt es Ärger, meistens wegen der Mädchen. Amanda ist zwar erst 16 Jahre alt, kann
aber meistens das schlimmste verhindern. Nur wenn Amanda selbst zuviel Whiskey getrunken hat, muss ihr Bruder sie beschützen. Nebenher
spielt sie auch noch die Managerin für ihren Bruder. Dritter im Bunde ist die stinkende Promenadenmischung Boogie. Das Leben gibt
dem Trio nicht viel aber eigentlich sind sie glücklich mit sich und ihren Träumen.
Wieder mal auf der Flucht vor einem Vater, dessen Tochter
Travis über Nacht mit ins Motel Zimmer genommen hatte, macht Travis Erfahrung mit einem fiesen und skrupellosen
Cop. Ausgerechnet in dessen Freundin verliebt sich Travis. Natürlich verliebt auch Amanda sich, ebenfalls in einen
Polizisten, der allerdings zu den Guten gehört. Travis gibt seine Träume auf und arbeitet in einem Honky Tonk hinter der Bar. Amanda kann ihren Bruder nicht mehr dazu
bewegen auf die Bühne zu gehen. Erst, als sie selbst auf die Bühne geht und dem Saal so richtig einheizt, ist Travis
bereit auch zu singen. Bei diesem Auftritt will er es aber bewenden lassen und sich ganz der Liebe widmen. Natürlich
geht das nicht gut und der fiese Bulle schikaniert Travis, wo immer er kann. Schließlich kommt es zum finalen Showdown zwischen den beiden Kontrahenten. Travis
überlebt nicht. Dennoch gibt es noch ein Happy End, wenn man es noch so nennen mag, der gute Polizist wirft seine
Bedenken über Bord und lässt sich auf die Liebe zu der 16 jährigen Amanda ein und will bei ihr bleiben.
Der Regisseur Ronald F. Maxwell hat mit The Night The Lights Went Ou In Georgia 1981 einen netten Film
geschaffen, der irgendwo zwischen Roadmovie und Liebesfilm einzuordnen ist. Als Sänger macht Dennis Quaid eine recht gute Figur, ebenso wie Kristy McNichol.
Beide singen ihre Songs im Film selbst, dieses Vergnügen bleibt löblicher Weise auch in der Synchronfassung erhalten. Dennis Quaid konnte später
in Great Balls Of Fire ebenfalls in der Rolle eines Musikers überzeugen, er spielte Jerry Lee Lewis. Kristy McNichol ist den meisten Zuschauern wohl aus dem
Film Kleine Biester und der Serie Harrys Nest bekannt.
Außer den Liedern von Dennis Quaid und Kristy McNichol bietet der Soundtrack Musik von Glen
Campbell, Emmylou Harris, George Jones, Tammy Wynette und Tanya Tucker, die den Song The Night The Lights Went Out In Georgia singt, ein Titel, mit dem
Reba McEntire zehn Jahre später großen Erfolg hatte (CD: For My Broken Heart).
Soundtrack: Mirage (Atlantic) MIR K 50827 (WTG 16051)
Thomas Fürst
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