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FILMTIPPS

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BUCKSTONE COUNTY PRISON 
                     SEABO - DER MENSCHENJÄGER

(aus Music-Eagle Juli/September 2002)

1957 in North Carolina wird der als Einsiedler lebende  Seabo (Earl Owensby) vom County Sheriff als Kopfgeldjäger angeheuert. Auch diesmal soll er, von der Buckstone County Prison Farm entflohene, Sträflinge wieder einfangen. Als der Job erledigt ist, fährt er in die Stadt, um seinen Lohn zu holen. Dort wird er als Halbblut verhöhnt und es kommt zum Streit.

Immer wieder trifft Seabo dabei auf seinen Konkurrenten Rebstock (David Allan Coe). Rebstock hilft den Sträflingen lieber bei der Flucht, als sie zurück auf die Prisonfarm zu bringen. Auch Hilfssheriff Jeff hat es auf Seabo abgesehen und hält diesen für einen Kommunisten. Und so passiert was vorhersehbar war. Seabo selbst landet in der Buckstone County Prison Farm. Auf Anweisung des Gefängnisdirektors wird Seabo von allen Wärtern schikaniert und auch die Mitgefangenen haben keine andere Wahl, als sich gegen Seabo aufzulehnen. Erst später wird bekannt, dass der Gefängnisdirektor Seabo die Schuld am Tod seines Sohnes gibt. Als mit Rebstocks Hilfe sieben Häftlinge fliehen, sorgt der Sheriff für die Freilassung von Seabo. Er soll Rebstock und die Häftlinge aufspüren und zurück bringen. Der Lohn dafür soll die Freiheit sein. Es kommt zum Kampf zwischen Rebstock und Seabo, dabei lässt Rebstock sein Leben. Seabo führt die Gefangenen zurück ins Buckstone County Prison. Doch wahnsinnig vor Hass hat der Gefängnisdirektor Killer angeheuert, die Seabo bei seiner Ankunft ermorden sollen. Seabo verschwindet spurlos. Seither hält sich die Legende von Seabo.

Der Regisseur Jimmy Huston hat 1977 einen düsteren Film geschaffen. Kein Meisterwerk aber ein guter Film. Für den Country Fan jedoch dürfte der Auftritt von David Allan Coe als Rebstock ein Highlight sein. Außerdem wird der Film musikalisch immer wieder mit Songs von Coe untermalt. Etwas Country, etwas Blues und meist ebenso finster, wie der Film. Der Song The Bounty Hunter erinnert sehr an Johnny Cash. Dabei wollte Coe wohl nicht klauen, sondern eher seine Wertschätzung für den Kollegen Cash zum Ausdruck bringen, der sich ja bekannter Weise auch immer wieder mit dem Thema Knast auseinandergesetzt hat. Der Soundtrack zum Film ist übrigens auf Coes eigenem Plattenlabel DAC Recordsdamals als LP erschienen. Diese LP dürfte zu den seltensten der Country Music überhaupt gehören.

Thomas Fürst

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