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Straight Talk
Straight Talk, wie der Film in Amerika heißt, ist eine Komödie mit Dolly Parton, Michael Madsen und James Woods. Der
Regisseur Barnet Kellman hat 1992 eine amüsante Posse über die in den USA beliebten Radio Shows mit diversen Ärzten und Psychologen gedreht.
Nachdem die liebenswerte aber einfache Shirlee ihren
Job als Tanzlehrerin in ihrem Provinzstädtchen verloren hat und es zudem noch Zoff mit dem Lebenspartner gab, fährt sie spontan in die Großstadt Chicago. Dort möchte
sie noch mal neu anfangen. Kaum angekommen, mit nur ein paar Dollar in der Hand, macht sie sich auf Arbeitssuche. Das ist viel schwerer, als sie es sich
gedacht hätte. Einzig als Stripperin bietet sich eine Möglichkeit, doch das lehnt Shirlee ab. Schließlich bewirbt sie sich auf ein Stellenangebot als Telefonistin
bei einem Radiosender. Dort aber will man sie eigentlich auch nicht haben. Doch mit vielen Worten überredet sie
die dortige Verantwortliche, es zumindest zu versuchen. Zeitgleich versucht sich der Sender auch in einer der beliebten Call-In-Psycho-Shows. Es wird eine neue
Psychologin erwartet. Natürlich kommt es zu einer Verwechslung und Shirlee wird ans Mikro geschubst und gibt Lebensberatung ohne
wirklich eine Doktorin der Psychologie zu sein. Doch mit ihrem losen Mundwerk ist sie von heut auf morgen die beliebteste aller Radio
-Psychologen. Ihr ganzes Leben ändert sich, das Landei ist plötzlich eine berühmte Frau im Luxus. Doch der Reporter Jack zweifelt an der
Echtheit von "Doktor Shirlee" und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei verliebt er sich aber in Shirlee. Die Handlung ist
insgesamt eigentlich banal und lebt von den Ratschlägen, die Shirlee gibt. Zum Beispiel der
Tipp an einen Mann, der sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen möchte: Trage niemals Stöckelschuhe auf matschigen Wiesen!
Dolly Parton verkörpert die naive Shirlee
Kenyon derart perfekt, dass es einem Angst und Bange wird. Das blonde Dummchen scheint eine, für Dolly Parton erfundene Rolle zu sein. Selbst in der deutschen
Synchronfassung verliert Dolly nicht an Ausstrahlung.
Dolly Parton zeigt sich für den gesamten Soundtrack des Filmes verantwortlich. Es
ist wenig Country und schon gar kein Bluegrass, es ist Pop-Musik. Dolly Parton hat in ihrer Karriere ja häufig den musikalischen Stil geändert und ist doch
immer Dolly geblieben. So auch hier. Also ein durchaus hörenswerter Soundtrack. Der im übrigen auch in deutschen Geschäften gut zu bekommen ist.
(Hollywood Records HR-61303-2)
Thomas Fürst
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