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Moderne Technik macht es möglich. Thomas Fürst und Johnny PayCheck haben dieses Interview via E
-Mail geführt. Gerne war Johnny PayCheck bereit für den Music-Eagle einige Fragen zu beantworten. Nach zwei Jahren Pause, wegen Krankheit, meldet
sich PayCheck zurück auf die Bühnen der Country Music. Mit inzwischen 63 Jahren will PayCheck noch mal ein Comeback probieren.
Music-Eagle: Es gibt eine Menge Geschichten aus
Deinem Leben, die meisten klingen nicht besonders gut. Ich denke eine Menge davon ist nicht wahr. Was denkst Du, haben die bösen
Geschichten Dir geholfen, mit Deinem Outlaw-Image Erfolg zu haben?
Johnny PayCheck: Thomas, eine Menge der
Geschichten über mich sind nicht wahr. Aber ein Haufen davon hingegen ist wahr. Ich möchte die bösen Geschichten über mich heute nicht mehr
hören. Jedenfalls habe ich seit 12 Jahren keinen Ärger mehr gemacht, das Leben meint es nun gut mit mir und auch meine Krankheit ließ es mich
überstehen. Als Outlaw lief meine Karriere sehr gut aber heute fühle ich mich wohler. Aber es hilft
auch heute noch der erste wahre Outlaw der Country Music gewesen zu sein.
ME: Zur Zeit hast Du keinen Plattenvertrag bei einer großen Firma. Hilft Dir das dabei, die Musik zu
machen, die Du möchtest?
JP: Oh Du irrst. Ich bin bei Lucky Dog Records, das Label gehört zu Sony Records, somit habe ich
schon einen Vertrag bei einem Majorlabel. Lucky Dog gibt mir die Freiheit, die Musik zu schreiben
und aufzunehmen, die gut für mich und meine Fans ist und sie haben mir einen großartigen
Produzenten an die Seite gestellt; Blake Chancey. Blake ist auch Produzent der Dixie Chicks. Den
Vertrag habe ich unterschrieben, bevor ich krank wurde. Ich bin glücklich, dass Sony über zwei Jahre
hinweg zu mir gehalten hat. Ich hoffe nun in den nächsten vier bis fünf Monaten mit den Aufnahmen für die neue CD zu beginnen.
ME: Erzähl bitte was über die geplante CD. Welche Art von Country Music wird sie sein? Wird die
CD auch in Deutschland erscheinen?
JP: Auf der CD werden nur neue Songs sein. Die meisten Songs habe ich selbst geschrieben oder
zumindest mit Freunden, wie Bill Anderson und Max D. Barnes zusammen geschrieben. Außerdem
will ich noch Songs mit Jim Lauderdale und Steve Warriner schreiben. Darauf bin ich sehr gespannt.
Es wird richtige gradlinige Country Music sein, das einzige was ich kann. Die einzige Inspiration, die
ich brauchte, war das mein Gott und Sony mir noch mal die Chance geben eine CD zu machen,
obwohl ich schon selbst nicht mehr daran geglaubt habe. Sony will die Platte weltweit vertreiben, also auch in Deutschland.
ME: Wird es ein Video geben?
JP: Da bin ich nicht sicher.
ME: Wie viele Shows im Jahr spielst Du ungefähr und kommen alte oder neue Fans zu den Shows?
JP: Bevor ich so krank war, habe ich etwa 125 Shows im Jahr gemacht. Jetzt will ich ein wenig
zurückschrauben. Ich habe großartige Fans, die mich seit vielen Jahren begleiten, doch gerade in
jüngster Zeit habe ich festgestellt, dass wieder mehr junge Leute zu meinen Konzerten kommen. Ich
bin glücklich die jungen Leute zu haben, jedoch ohne meine alten Fans, wüsste ich nicht, wo ich heute stehen würde.
ME: In Deiner musikalische Laufbahn hast Du Deinen Stil mehrfach verändert. Waren das immer
Deine Entwicklungen oder haben die Plattenfirmen Druck gemacht?
JP: Ich habe nicht oft etwas gemacht, was nicht klang, wie Johnny PayCheck, aber wenn, dann
haben das die Produzenten bestimmt. Ich hatte fast immer freie Hand, konnte singen, was ich wollte.
Dadurch konnte ich oft meine eigenen Kompositionen aufnehmen. Ich hatte Glück. Viele der jungen Künstler heute haben dieses Glück nicht.
ME: Was denkst Du über das Nashville Business heute?
JP: Ich mag einiges von den jungen Künstlern heute, insbesondere von Tracy Byrd, Mark Chesnutt,
Asleep At The Wheel, Alan Jackson, Vince Gill und von meinem guten Freund Tim McGraw und noch
einige andere. Aber das Meiste klingt heute einheitlich und gleichförmig, es gibt keine Stilisten mehr.
ME: Wird sich jetzt durch den Song Murder On Music Row etwas ändern?
JP: Der Song ist einer der besten, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Der Inhalt und
insbesondere die Angriffe gegen die Musikindustrie treffen ganz genau zu. Ob der Song was bewegen wird weiß ich nicht.
ME: Sind Alan Jackson und George Strait nun auch Outlaws?
JP: Nein, die beiden sind keine Outlaws. Ich bin aber sehr dankbar, dass sie mutig genug wahren
den Song aufzunehmen, egal was irgendwer in der Musikindustrie dazu sagt. Jedenfalls zeigt uns das
, wie stark die beiden sind und ich kann dazu nur gratulieren! Du weißt, dass Alan Jackson zwei
Songs auf seiner letzten CD hat, die ich geschrieben habe? Das hat mich sehr gefreut!
ME: Ja, Once You've Had The Best und Revenooer Man auf der CD Under The Influence. Hast Du
Deine eigene musikalische Karriere als Songschreiber, Musiker oder Entertainer begonnen?
JP: Ich habe als Sänger und Musiker angefangen. Ich bezeichne mich selbst nicht als Entertainer,
weil ich nicht auf die der Bühne umherspringe oder Gitarren zerschlage und es gibt auch kein Feuerwerk bei mir. Ich lasse meine Musik die Show machen.
ME: Mit welchem Instrument hast Du angefangen?
JP: Zuerst habe ich Bass gespielt, ich konnte aber auch Gitarre spielen, es hatte sich so ergeben.
Heute spiele ich Gitarre, sowohl Rhythmus, als auch Leadguitar und ich kann auch Steelguitar spielen.
ME: Einer der bekanntesten Songs der Country Music ist sicher Take This Job And Shove It. David
Allan Coe hat das Lied geschrieben und Du hattest Deinen größten Hit damit. Was denkst Du über
David Allan Coe? Eine Menge Leute nennen Euch in einem Atemzug aber eigentlich gibt es gar keine Verbindung zwischen Euch - oder?
JP: Take This Job And Shove It ist der Song, der Johnny PayCheck zu einem Stammbegriff in der
amerikanischen Gesellschaft werden ließ. Dafür danke ich David Allan Coe. Ich weiß nicht, ob der
Song wirklich immer gut für mich war. Ich weiß um dessen Popularität und ich hätte eine Menge
Dinge nicht tun sollen, aufgrund dieses Liedes stand ich immer unter der Bewachung des öffentlichen
Auges. Vielleicht wäre ohne diesen Hit für mich einiges besser gelaufen. Ich sehe David Allan nicht
oft. Mein Manager hatte versucht vor meiner Krankheit eine Double-Tour mit uns beiden auf die Beine
zu stellen, dazu ist nicht mehr gekommen, wäre bestimmt gut geworden.
ME: Du hattest mal selbst einen Verlag und eine Plattenfirma mit Namen Little Darlin', was ist daraus
geworden?
JP: Es war toll ein eigenes Label zu haben. Aber die Firma ging pleite, weil das Management wirklich
armselig war. Das ist alles was ich dazu sagen kann.
ME: In den frühen Tagen hast Du unter dem Namen Donnie Young Platten veröffentlicht. Einige
Plattensammler warten gespannt auf eine Wiederveröffentlichung dieser Aufnahmen, bestehen da Chancen?
JP: Ich sag mal so, ich warte auch darauf. Mein Manager führt zur Zeit Verhandlungen mit Sony
Legacy. Es sieht so aus, als würde im Herbst eine Doppel CD mit 30 Donnie Young Titeln erscheinen
. Ich selbst habe dazu noch nicht allzu viel Information. Aber ich bin selbst erstaunt, dass in den
letzten zwei Jahren, in denen ich weder getourt bin, noch Aufnahmen gemacht habe fünf CDs von mir
erschienen sind. Leider nicht in Deutschland, wenn Deine Leser aber gerne CDs haben möchten,
können sie sich an mein Büro in Hendersonville, TN wenden. (Anm.: Am Ende des Interviews kommen die Kontaktadressen)
ME: Dein richtiger Name ist Donald Eugene Lytle, seit vielen Jahren bist Du nun als Johnny
Paycheck bekannt, der Name Donnie Young ist ebenfalls bekannt. Hast Du noch unter anderen Namen Platten gemacht?
JP: Nein ich habe nur unter diesen beiden Namen Platten aufgenommen.
ME: Hast Du jemals in einem Film gespielt?
JP: Ja in einem Film, der Take This Job And Shove It heist. Ich hatte eine Rolle in der ich Hamburger
tragen musste. Dann musste ich ausrutschen und die Burger über den Boden verteilen, das war alles
. Es hat Spaß gemacht. Es war auch toll, das mein Song für den Soundtrack verwendet wurde.
ME: Hast Du Pläne in Europa zu touren und vielleicht sogar in Deutschland?
JP: Zur Zeit muss ich leider sagen, dass keine Pläne für Europa in Vorbereitung sind, Du hast ja mit
meinem Manager die Probleme der Auftrittsorte schon erörtert. Sobald sich aber eine Chance bietet,
komme ich, spätestens dann treffen wir uns hoffentlich! Denn eines ist sicher, der traditionellen
Country Music in Europa geht es recht gut und sie bleibt lebendig, ich wünschte, ich könnte das
Selbe von den USA sagen. Ich würde gerne die Country Fans in Deutschland treffen!
ME: Welcher Song ist Dein lieblings Song und welcher Interpret Dein lieblings Sänger?
JP: Mein lieblings Lied ist ein von mir selbst geschriebener Song Ole Violin. Lieblings Sänger ist eine
schwere Frage. Ich habe immer meine Kumpel George Jones und Hag (Anm.: Merle Haggard) gerne
gehört. Ich denke auch Ray Price ist einer der besseren, aber der gilt nicht, mit ihm habe ich viele Jahre Musik gemacht.
ME: Johnny vielen Dank für dieses außergewöhnliche Interview!
JP: Nun Thomas diese Fragen haben Spaß gemacht. Ich hoffe wir werden uns eines Tages mal
sehen. Ich danke Dir, dass Du für Eure Zeitung an mich gedacht hast. Es ist mir eine Ehre. Ich hoffe
meine Antworten sind brauchbar für Dich und Deine Leser. Hello to all of you country music fans in germany and I hope you still remember Ole Johnny
PayCheck.
Interview und Übersetzung Thomas Fürst Johnny PayChecks Homepage: www.msptalent.com/paycheck/
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