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Nach mehrjähriger Pause kam der auch in Deutschland bekannte texanische Singer / Songwriter Michael Ballew
mal wieder mit seiner eigenen Band nach Europa. Im April dieses Jahres hatte er zahlreiche Auftritte in Dänemark. Für zwei Auftritte machte der dabei einem Abstecher nach Deutschland. Der eine Auftritt fand im Rattlesnake Saloon in München statt, der andere Auftritt auf besonderen Wunsch von
Michael Ballew bei uns in Hamburg, in Anna’s Country & Western Saloon.
Aus organisatorischen Gründen kam nur der
Sonntag für diesen Auftritt in Frage und so wurde das Konzert für den 07. April für 14.00 Uhr angesetzt. Man war gespannt, wie dieser
Termin beim Publikum ankommen würde. Trotz oder gerade wegen des recht guten Wetters hatten offensichtlich viele Fans einen Besuch in
Anna’s gemütlichem Saloon eingeplant. So füllte sich der Zuschauerraum schon recht früh und auch der vor der Tür aufgebaute Grill wurde
reichlich frequentiert. Als die Band gegen 14.00 Uhr dann loslegte hatte sich der Saloon bis auf den letzten Platz gefüllt und deutlich mehr als
120 Gäste genossen den Streifzug durch die texanische Musik.
Es wurde schon bei den ersten Tönen von Michael Ballew’s Damn Good Texas Band klar, dass
der Bandname nicht übertrieben war und das die Jungs ihr Handwerk verstehen. Allerdings ist der
Begriff ”Jungs” hier wohl fehl am Platze, denn es standen ausnahmslos gestandene Männer im
reiferen Alter auf der Bühne. Sie alle spielten immer wieder ihre ganze, langjährige Bühnenerfahrung
aus, um das Publikum zu begeistern. Mittelpunkt des Geschehens war natürlich der Bandleader und Sänger Michael Ballew
der viele seiner eigenen Songs präsentierte aber er streute auch immer wieder einige bekannte Songs anderer Autoren ein. Michael Ballew
beschränkte sich nicht nur auf seinen bekannt guten Gesang, vielmehr steuerte er auch eine hervorragende Lead Gitarre bei. Des weiteren standen mit ihm auf der Bühne
Dodd Meredeth an den Drums, Steve Carter am Bass sowie Don Raby mit seiner 5-String Fiddle und der Mandoline. Nun werden sich sicher einige fragen
wieso 5-String Fiddle? Eine Fiddle hat doch nur vier Saiten. Das ist auch richtig, die 5-String Fiddle
ist eine eigene Entwicklung von Don Raby, die er auch meisterhaft beherrscht.
Zusammen bildeten sie als The Damn Good Texas Band
eine geschlossene Einheit und man hatte immer das Gefühl sie würden seit vielen Jahren nichts anderes machen, als immer nur gemeinsam
auf der Bühne zu stehen und die herausragenden Titel von Michael Ballew spielen . Tatsächlich ist aber jeder von ihnen, neben der Tätigkeit bei Michael Ballew
, noch anderweitig als Musiker tätig.
Sie spielten, in insgesamt vier Sets zahlreiche bekannte Songs von Michael Ballew. Ruhige Balladen wie ”Your Memory Is Better Than Mine” oder ”Blue Water” wechselten sich ab mit flotten
und rockigen Songs wie ”Damned ol‘ Beer” oder ”Cheatin‘”. Aber auch große Hits wie ”Luckenbach, Texas”oder ”Oakie from Muskogee” wurden gelegentlich mit eingestreut. Immer wieder glänzte der
blendend aufgelegte Michael Ballew mit der ganzen Bandbreite seiner Stimme und seinem
ausgezeichnetem Gitarrenspiel. Aber er ließ auch seinen Mitstreitern immer ausreichend Raum, um
mit ihren musikalischen und auch gesanglichen Fähigkeiten zu glänzen. So ging gegen 19.00 ein
harmonischer Nachmittag mit ausgezeichneter Musik zu Ende und sowohl die Musiker, als auch die Gäste verließen zufrieden Anna’s Saloon. Bereits im August ist
Michael Ballew mit seiner Band wieder in Europa. Ob er dann auch in unsere Breiten kommt, steht zur Zeit noch nicht fest. Wer
immer die Möglichkeit hat, diesen hervorragenden Vertreter guter texanischer Musik zu erleben, sollte nicht versäumen hinzugehen.
In einer Pause der Band trat, als Überraschungsgast, die Dortmunderin Marion Randell auf. Zum
Halbplayback begleitete sie sich auf ihrer Akustik Gitarre. Sie sang während ihres gut dreissig
minütigen Auftrittes diverse Songs ihrer bislang drei CD’s und kam bei dem Publikum sehr gut an.
Für nächstes Jahr ist auf jeden Fall wieder ein Deutschland Besuch von ”Michael Ballew And The Damn Good Texas Band” geplant.
Rolf Baerenwald
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