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[Zum Inhalt Konzertberichte]
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TEXAS LIGHTNING AND THE RODEO ROCKETS
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Texas Lightning & The Rodeo Rockets Jahres-End-Fete im Logo (aus WESTERN MAIL – Nr. 2 / Februar 2003 / 17. Jahrgang)
Seit einiger Zeit gibt es in Hamburg eine neue Attraktion in der Country Landschaft; Texas Lightning & The Rodeo
Rockets. Eine Band, die vorwiegend Country Musik im Stil der fünfziger und sechziger Jahre spielt. Dies bedeutet aber nicht, dass nur Songs aus dieser Zeit
gespielt werden. Nein, vielmehr birgt das Programm eine ganze Reihe an musikalischen Überraschungen. So
finden Titel, wie Kiss von Prince oder Nowhere Road von Steve Earle genauso ihren Platz im Repertoire, wie Tex
Williams Smoke, Smoke, Smoke (That Cigarette) oder Johnny Cashs I Guess Things Happen That Way. Mit dieser Mischung haben die fünf Musiker, angeführt von
Jonny „The Flame“ Olsen und Miss Susu Belle, binnen kurzer Zeit den Nerv vieler Country Fans getroffen.
Musikalisch war das Jahr 2002 für die Band ein voller Erfolg, die eigenen Konzerte liefen allesamt hervorragend, die neue CD Call The Firebrigade Honey, The
Neighbors got ... Texas Lightning wurde von Fachpresse und Fans gleichermaßen gelobt und sogar von einigen
Radiostationen gespielt und der Norddeutsche Rundfunk gab Texas Lightning & The Rodeo Rockets die Gelegenheit ihr Können live im Rundfunk zu zeigen. So
war es nicht erstaunlich, dass die Band das Jahr krönend beschließen wollte. Dazu wurde kurzerhand das hamburger Logo, einer der bekanntesten
und inzwischen ältesten Liveclubs in Norddeutschland angemietet.
Am 28.12.02 fanden sich die Fans der Band somit in Scharen im Logo ein. Das Logo ist an sich eigentlich ein unscheinbarer,
überwiegend in schwarz gehaltener Laden. Texas Lightning & The Rodeo Rockets ist es aber gelungen eine angenehm
warme Atmosphäre zu schaffen. Tannengirlanden, Perlenketten und nicht zuletzt der „Leuchtbass“ von Larry „The Psychodoc“
Kils sorgten für tolle Stimmung. Larry hatte eine Weihnachtslichterkette um den gesamten Resonanzkörper
seines Kontrabasses gelegt. Ein toller Effekt. Zunächst begann alles, wie in einem typischen Texas Lightning Konzert. Richtige
Country Musik in meisterhafter Manier vorgetragen. Minimal Schlagzeug von Stefan „Texas“ Hansch, hervorragende E
-Gitarre im echten Country Sound von Markus „Fastfinger“ Schmidt, Double-Bass von Larry „The Psychodoc“ Kils,
akustische Gitarre und Lead-Gesang von Jonny „The Flame“ Olsen, Mandoline, akustische Gitarre und der unvergleichliche
Gesang der zauberhaften Miss Susu Belle versetzen den Zuhörer binnen weniger Sekunden ins Reich der Country-Musik
-Träume. Kaum eine Spur von Rock, keine Spur von New Country, sondern traditionelle Country-Klänge, wie viele Fans sie lieben.
Allein dies hätte den Fans im Logo sicher für einen tollen Abend ausgereicht, doch Texas Lightning hatte sich ein paar
Gäste eingeladen. Zunächst kam Malte Neumann, ehemaliger Musiker der bekannten Band Seelig an der Orgel mit auf die Bühne und unterstützte die
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 Olli Dittrich
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Band bei einigen Songs. Als nächstes hatte sich Texas Lightning Constanze „Miss Maybe More“ Ahrens eingeladen. Miss
Maybe More sang im Kabarett-Stil unter anderem tolle Versionen von Mister Sandman und These Boots Are Made
For Walking. Eine super Bereicherung für diesen Abend, die großen Anklang bei den Fans fand. Doch damit nicht genug.
Als nächster Gast erschien Ulf Krüger mit seinem Waschbrett auf der Bühne. Ulf Krüger ist fast schon eine
Legende der deutschen Musik und gehört zu den Vätern der Skiffle-Musik in Deutschland. Seine Band Leinemann dürften
die meisten Leser wohl noch kennen. So war es auch nicht erstaunlich, dass sich die Country Band Texas Lightning im
Hand umdrehen in eine 1-A-Skiffle-Kombo verwandelte. Das heizte die Stimmung im Logo nochmals kräftig an. Nach dem
Motto, „wo für ein Waschbrett Platz ist, passt auch noch ein zweites hin“ kam ein weiterer Gast auf die Bühne. Olli Dittrich
nahm neben Ulf Krüger Platz. Als Komödiant bekannt, lies sich es der Ex-Doofe nicht nehmen mit einem viel zu großen
Cowboyhut aus Stroh auf die Bühne zu kommen. Die Skiffle Runde fand ihren Abschluss, doch Olli hatte noch mehr vor.
Er nahm sich die Gitarre und sang gut gelaunt noch zusammen mit Texas Lightning ein wenig. Wenngleich er zur Unterhaltung des Publikums stets der
bekannte Komiker war, so hat er doch zeitgleich sehr ernsthaft und hervorragend musiziert. Zuletzt
nahm er am Schlagzeug von Stefan „Texas“ Hansch Platz, damit dieser nach vorne auf die Bühne
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Jonny The Flame Olsen und Nils Tuxen
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gehen konnte, um auch mal ein Lied zu singen. Eine Menge Fans haben sich gefragt, wie Olli die Zeit für diesen Abend gefunden hatte, wo er doch
derzeit wieder sehr aktiv im Fernsehen ist, zum Beispiel mit der dritten Folge von Blind Date mit Anke Engelke. Doch Olli „The Joke“ Dittrich und Jonny
„The Flame“ Olsen sind alte Weggefährten und so ließ Olli es sich nicht nehmen an diesem Abend dabei zu sein. Wenn im Fernsehen mal wieder Olli, Tiere,
Sensationen läuft, sollte man sich den „Wurstwender“, der sich mit „Ditsche“ in jeder Folge
unterhält mal etwas genauer ansehen, es könnte sein, dass man Jonny „The Flame“ Olsen erkennt.
Doch damit noch immer nicht genug der Gäste. Es folgte der Pedalsteel Gitarrist Nils Tuxen. Nils
fügte sich in die Band ein und es wurden einige wunderschöne Country-Songs geboten. Zu den
Highlights zählte sicher Tammy Wynettes Your Good Girls Gonna Go Bad, was mit einer
unglaublichen Dynamik von Miss Susu Belle vorgetragen wurde. Susu singt bei Texas Lightning nicht
zum ersten mal in einer Band. Zehn Jahre war sie die Susi Schocker bei Rudolf Rock und den
Schockern. Ihre Interpretation von Sexy Hexy dürfte zumindest den männlichen Fans unvergessen
sein. Aber unabhängig vom zweifellos vorhandenem Sexappeal ist Miss Susu Belle eine fantastische
Sängerin, die jeden ihrer Songs auf der Bühne lebt. Mit Mimik und Gestik wird jedes Lied zu einem
Erlebnis für die Sinne. Und wenn Susu den Klassiker von Loretta Lynn If You Lookin’ At Country, You
Lookin’ At Me singt, könnte man für den Moment denken, der Song sei für Susu geschrieben.
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 Susu und Olli
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Etwas später kamen Ulf Krüger und Olli Dittrich wieder dazu. Olli hatte einen neuen schrillen Cowboyhut auf. Als besonderen Gag hatte man sich überlegt
Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand zu spielen. Texas Lightning interpretierte den Song, in einer wundervollen Countryfassung mit super Chören, derweil
Olli mit holländischem Dialekt sang. Das Publikum war begeistert. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war das von Olli Dittrich gesungene Kodachrome von Paul
Simon. Ein immer schneller werdendes Stück. Auf dem Höhepunkt des Tempos legte Nils Tuxen dazu ein unfassbares Solo auf der Pedalsteelguitar hin. Vom
Publikum gab es Szenenapplaus und den Musikern auf der Bühne konnte man die
Ungläubigkeit ebenfalls ansehen. Nils Tuxen hat an diesem Abend ein weiteres Mal bewiesen zu den
besten Pedalsteel-Spielern der Welt zu gehören. Zum einen dadurch, dass er sich nahtlos in die Band
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 Susu Belle
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einfügen konnte, zum anderen durch solche Solos wie in Kodachrome.
An diesem Abend gab es so viele Höhepunkte, dass
man gar nicht alle aufzählen kann. Doch auch ein „normales“ Konzert von Texas Lightning & The Rodeo Rockets hat es üblicher Weise in sich. Viele Fans
werden sich in diesem Jahr davon überzeugen können, zum Beispiel in Berlin auf der Country Music Messe oder auf dem etablierten Country Festival in Kötz am
23. und 24. Mai, wo Texas Lightning unter anderem neben Bill Conlon & Emerald auf der Bühne stehen werden. Für alle Fans von traditioneller Country Musik
sind die Fünf ein Muss. Wer Gelegenheit hat soll ruhig auch mal das Gespräch mit ihnen suchen. Es gibt viele lustige Geschichten. So kann Jonny
erzählen, wieso Larry Hagman alias J.R. Ewing für den Titel der aktuellen CD verantwortlich ist oder Larry kann erzählen, wie er eine halbe Ewigkeit auf der
Ladefläche eines Lasters saß und nicht ausgestiegen ist, um nicht von Indianern erschossen zu werden. Und auch wenn das klingt, wie ein Witz, so ist es
wirklich eine wahre Geschichte. Thomas „The Duke“ Fürst
Alle aktuellen Konzertdaten und weitere News unter der gelungenen Seite www.texaslightning.net
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