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PORTRAITS

[Zum Inhalt Portraits]

Dean Martin - westward every now and then...

(aus Music-Eagle Oktober/Dezember 2001)

Nur wenige Menschen werden, wenn sie den Namen Dean Martin hören, unmittelbar an Country- und Western-Musik denken. Sie denken an...ja an was denken Sie?

Ein Zeitschrift schrieb jüngst "Dean Martin war zweifelsohne berühmt - aber wofür eigentlich?" Wenn man dann mal versucht Dean Martin zu erklären, wird man feststellen, dass das gar nicht so leicht ist. Kürzlich las ich einen Artikel, in dem Dean Martin einfach schlicht als "Womanizer" bezeichnet wurde. Ich denke, dabei hat man es sich dann aber doch ein bisschen einfach gemacht. Dean Martin hat in der Zeit zwischen 1946 und  1985 unzählige Schallplatten besungen. Seine Stimme zählt zu den angenehmsten, die das vergangene Jahrhundert aufzuweisen hat. Er hat in 53 Kinofilmen mitgewirkt.  Nicht alle diese Filme sind vielleicht oscar-verdächtig (wobei ja das auch nicht wirklich ein Maßstab ist - wie man jedes Jahr bei der Verleihung erneut feststellen kann), aber es bleiben eine Menge guter Filme, die auch heute noch auf allen TV-Kanälen dieser Welt in zahlreichen Wiederholungen in unsere Wohnzimmer flimmern.

Man denkt an einen stilvollen, relaxten Typen mit einem Glas Bourbon in der Hand.

Dean Martin hat sich bei allem was er tat selten in den Vordergrund gespielt. Das wäre viel zu anstrengend gewesen. Liest man die Biografien über Dean Martin, zeichnet sich das Bild eines Menschen, der mit sich selber zufrieden war, der es liebte seine Arbeit schnell hinter sich zu bringen um dann seinem Hobby, dem Golf, zu frönen, der sich wenig auf andere Menschen einließ und weitestgehend in Ruhe gelassen werden wollte. Einst danach befragt, wie er erinnert werden möchte, sagte Dean: "He was a nice guy" - that's that!

Dino hat nie nach höchster Perfektion gestrebt und genau der Fakt bescherte ihm diese unnachahmliche Lässigkeit. Und diese Lässigkeit, verbunden mit dieser unheimlich angenehmen, warmen Stimmen, wurde sein unverwechselbarer Stil.

Heute muss ja jeder irgendwie einen Titel haben, Elvis ist "The King", Sinatra ist "The Voice" und die Capitol (EMI) versucht gerade für Dean den "King of cool" zu kultivieren . Irgendwo haben sie ja recht damit, aber Dino hätte das wahrscheinlich alles schon wieder viel zu übertrieben gefunden. Was soll der Wind?

In den Filmen des "Rat Pack" (in denen er an der Seite von Sinatra und Sammy Davis Jr. spielte) machten Sinatra und Sammy Davis stets mehr Lärm, aber Dean Martin die souveränere Figur.

"Living it up", Dean's 12. Film und einer der Höhepunkte seiner Zusammenarbeit mit Jerry Lewis machte seinerzeit an der Kinokasse mehr Profit, als "Singin in the Rain", "African Queen" (Bogart/Hepburn), "Der Mann mit dem goldenen Arm" (Sinatra) oder "Jailhouse Rock" (Elvis).

1964 gelang es Dean Martin mit "Everybody loves somebody" die Beatles von der Nr.1 Chart-Position in den USA zu vertreiben - etwas, dass selbst Elvis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geschafft hat. Aber das sind wenig bekannte Fakten.

Und wie kam dieser Mann dahin?

Dean's Eltern sind beides italienische Auswanderer aus der Abruzze-Region in der Anfang des 20. Jahrhunderts eine sehr hohe Arbeitslosigkeit herrschte. Wie seinerzeit viele Italiener folgten auch die Crocettis dem Ruf der neuen Welt und der rosigen Aussicht, das Glück zu machen. Dino wurde am 7. Juni 1917 als zweiter Sohn der Familie Crocetti in Steubenville, Ohio, geboren. Papa Crocetti war gelernter Friseur und übernahm bald einen Friseur-Salon in Steubenville. Auch in Steubenville war es schwer Arbeit zu bekommen, aber die Crocettis konnten ganz gut leben, denn Haare musste ja zu jeder Zeit geschnitten werden, Rezession hin, Boom her. Klaro wollte Paps, dass Dino in seine Fußstapfen trat, aber Dino hielt von der Idee gar nicht so viel. In Steubenville blühte das Glückspiel. Las Vegas rekrutierte viele Croupiers aus dieser Stadt und Dino fand bald heraus, dass er ein geschicktes Händchen hatte. Er schmiss die Schule und verdiente sein Geld erst durch ein wenig Boxen (er fand aber schnell heraus, dass das seiner hübschen Visage schadete und gab das Boxen daraufhin auf), später dann als Croupier.

Dass Dino gerne sang, war kein Geheimnis und seine Freunde unterstützen ihn in diese Hinsicht gerne. Irgendwann wurde der Gesang als Act in seine Croupierstätigkeit eingebaut und es dauerte gar nicht lange, bis jemand ihm einen Full-time-Job in Sachen Gesang anbot. Dino fand sich dann bald als Dino Martini auf den Plakaten der damals beliebten Tanz-Veranstaltungen und Clubs wieder. In den 40ern (Italiens Mussolini griff gerade in den 2. Weltkrieg ein) kamen italienische Namen im Bereich der Populär-Musik nicht mehr so gut an und so wurde gegen halbherzigen Protest seitens Dino aus Dino Martini letztlich Dean Martin.

Dennoch dauerte es bis 1946 (Dean war da 29 Jahre) dass er seine erste Platte bei Diamond Record aufnahm. Es folgte eine zweite, 1947 der Wechsel zu Apollo, dann zu Embassy Records.

1948 unterschrieb Dean Martin dann bei der Capitol (allerdings ohne seiner alten Plattenfirma davon zu erzählen, so dass es zu einer Schadensersatzklage kam - aber Dino sah das halt nicht so eng). Bei der Capitol blieb Dean bis 1962 und wechselte dann zu Sinatras Plattenlabel Reprise Records.

Relativ zeitgleich mit dem neuen Plattenvertrag bei der Capitol findet die Team-Bildung Dean Martin/Jerry Lewis statt.

Die beiden treffen sich bei verschiedenen Engagements in diversen Clubs immer mal wieder und irgendwann machen sie - eher zufällig - spontan etwas zusammen. Und waren  so chaotisch dabei, dass die Leute vor Lachen auf dem Boden lagen. Dabei passierten viele dieser Gags völlig ohne irgendwelche Skripts. Ihr Act sprach sich herum und irgendwann wurde Hollywood auf die beiden Aufmerksam und sie unterschrieben einen Vertrag bei Paramount. Hal Wallis (der später auch einige Elvis-Filme für Paramount produzierte) stellte die beiden 1949 für "My friend Irma" erstmals vor die Kamera. Es folgte eine Reihe Lewis und Martin-Filme, die von Film zu Film erfolgreicher wurden - bis die Partnerschaft 1956 kriselte, weil Dean Martin sich mehr und mehr als Stichwortgeber für Lewis sah. Und während sie 1956 "Pardners" (dtsch. Titel: "Wo Männer noch Männer sind") sangen und spielten und im Westen die K-Ranch ihrer Filmväter verteidigten,  wurde hinter den Kulissen das Ende der Ära Lewis/Martin eingeläutet. Mit "Hollywood and bust" (dtsch. Titel: "Alles um Anita") lieferten sie 1958 vertragsgemäß ihren letzten gemeinsamen Film ab. Nicht nur die Paramount weinte.
Danach musste sich beweisen, ob die beiden auch solo überstehen konnten. Während Jerry Lewis' Karriere eine langsame, jedoch stetige Abwärtskurve nahm, kam Dean's Karriere langsam, aber zielstrebig in Gang. Sein erster Solo-Film war "10.000 bedrooms"(dtsch. Titel:"10.000 Schlafzimmer") - ein recht mittelmäßiger Film, der dann auch ziemlich floppte.

Als nächstes Projekt war "The young lions" (dtsch. Titel: "Die jungen Löwen") für die 20th-Century -Fox angesetzt. Star des Filmes war Montgomery Clift, der ziemlich geschockt reagiert haben soll, als man ihm mitteilte, dass er mit Dean Martin spielen solle. Als Alternative bot man ihm Tony Randall - Clift hat sich dann für Martin entschieden und war anschließend sehr beeindruckt von dessen Schauspiel. Und Martin half ihm auch mit seinem Drogen-Problemchen...

Es folgte die erste Zusammenarbeit mit Frank Sinatra in "Some came running" (dtsch. Titel "Verdammt sind sie alle"). Einem Drama in dem Martin eine ausgesprochen gute Figur macht. In diesem Film sieht man ihn nie ohne Hut. Er ist der Beginn der "Rat Pack-Era" für Dean Martin.

Aber Dino legt noch ein Paar Kohlen nach. Und spätestens hier (wenn einem "Pardners" noch zu Hollywood-technisch war) findet der Country und Western-Freund seinen ersten Querverweis, denn es dürfte wohl wenige Fans geben, die den Edel-Western "Rio Bravo" nicht kennen - oder aber die beiden Songs aus dem Film, den Titelsong "Rio Bravo" und Dean's Duett mit Filmpartner Rick(y) Nelson, "My rifle, my pony and me" (dank Bear Family Records [man kann diesem Label gar nicht genug danken!] gibt es nun ja auch diese Duett-Version in Studio-Qualität auf CD).

Dean ist in diesem Film in seinem Element. Und es gibt auch eine nette Anekdote dazu: als Dean erstmalig auf dem Set auftauchte, hatte er ein strahlendes, buntes Western-Hemd an, so wie er das aus den Hochglanz-Hollwood-Revue-Filmen gewohnt war. Regisseur Howard Hawks soll ihn nur von oben bis unten "abgeleuchtet" und ihm gesagt haben "Du spielst hier einen lebensuntüchtigen, versoffenen Hilfssheriff - wenn Du morgen auf's Set kommst, kleide Dich auch so!" Und Dean stürzte sich mit ungewohntem Feuereifer in diese Aufgabe. Das absolut überzeugende Ergebnis ist uns allen bekannt. Dean gibt in diesem Film die schauspielerische Glanzleistung seiner Karriere ab. Es findet sich auch sonst in diesem Film mit John Wayne, Walter Brennan,  Ricky Nelson  und Angie Dickinson eine Top-Besetzung. Regisseur Hawks will mit "Rio Bravo" einen Gegenpol zu dem aus seiner Sicht zu heroischen "High noon" (dtsch. Titel "12 Uhr mittags") schaffen und lässt seinen Sheriff (John Wayne) auf die Hilfe eines Krüppels (Brennan), eines zittrigen Säufers (Martin) und eines blutjungen Revolverschützen (Nelson) angewiesen sein. Die Szene des Filmes, in der diese vier Personen sich zusammen gegen die Bande von Nathan Burdette im Gefängnis verbarrikadiert, Ricky Nelson - um die Stimmung zu entladen - zur Gitarre greift und Dean Martin völlig relaxed von der Pritsche aus, den Hut in die Stirn geschoben "My rifle, my pony and me" intoniert, sitzt man völlig gebannt vor der Leinwand oder Mattscheibe und lauscht dem, was da Magisches abgeht. Die Stimmung ist so faszinierend, man kann sie schneiden. Die Szene ist hochgradig romantisch ohne kitschig zu sein. Nie wurde ein Western-Song jemals wieder so schön und relaxed  in Szene gesetzt wie hier.

Für die Fans dieses Filmes sei hier angemerkt, dass Warner Brothers den Film in den USA gerade auf DVD herausgebracht hat - erstmalig im Original-Widescreen-Kinoformat. Man kann sich hier auf eine sehr gut bearbeitete DVD freuen - das einzige was hier enttäuscht, ist der Mangel an Bonus-Material (lediglich ein interessanter Original-Kino -Trailer ist als Extra zu finden). In Deutschland wird die DVD wohl voraussichtlich im August dieses Jahres herausgebracht werden.

Zu diesem Film gibt es noch eine weitere, interessante Anekdote. Johnny Cash konnte Ricky Nelson gut leiden und hat ihm extra für "Rio Bravo" den Song "Restless kid" geschrieben. Da die Paramount jedoch der Meinung war, mit Dean Martin genug Gesangsstars in dem Film zu haben, wurde der Song jedoch nicht in dem Film verwendet (allerdings singt Ricky Nelson dann in der Gefängnis-Szene letztlich doch noch "Cindy, Cindy"). Ricky mochte Cash's Song jedoch so sehr, dass er ihn für sein 1959er-Album "Ricky sings again" aufgenommen hat. Wer diesen Song hört, erkennt schon in der Begleitung unverkennbar den Stil Johnny Cashs`. Übrigens, auch Rick Nelsons Diskografie enthält so manche kleine Perle auch für den Country & Western-Fan.

Zurück zu Dean Martin. Mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. die frühe Single "Night train to Memphis" und dem romantisch, verträumten (allerdings sehr schönen) "The wind, the wind" aus dem Film "Pardners", blieben die Single aus "Rio Bravo" ("Rio Bravo"/"My rifle, my pony and me" Platten -Version, Dean Martin-Solo) die einzig signifikanten Aufnahmen für pure Country und Western-Fans von Dean Martin.

Während der Capitol-Jahre war Dean Martin immer wieder zu dem italienischen Stil zurückgekehrt, obwohl er auch diverse andere Bereiche ausprobiert hatte ("This time I'm swingin" - aber hier wollte man ihn vielleicht nicht all zu heftig in Konkurrenz zu Sinatra treten lassen, der ja zu der Zeit beim gleichen Label sang - oder "Cha Cha Cha d`amor" sah Dino auf der Latino-Welle; und das auch recht erfogreich).Sinatra gründete 1961 sein eigenes Label "Reprise-Records" (das dann später von Warner  aufgekauft wurde) und sobald Dinos Vertrag bei der Capitol ausgelaufen war folgte er seinem "Buddy" Sinatra zu Reprise.

Bei Reprise wurde 1962 auch ein bisschen mit diversen Stilen für Dean probiert, so gab es ein LP -Projekt über Frankreich und - wohl weil die "Cha Cha Cha d` amor" der Capitol gut lief, ein weiteres Latino-Album.

1963 markierte dann das Jahr des ersten Country-Albums und man nannte es dann spaßeshalber auch gleich "Dean "Tex" Martin: Country style". Das schien gut gelaufen zu sein, denn es folgte "Dean "Tex" Martin rides again" und passend dazu konnte man Dino und Frankie-boy für Warner Brothers in dem Streifen "Vier für Texas" (Four for Texas) im Sattel sehen.

In den folgenden Jahren brachten die Beatles die US-Popmusik ziemlich durcheinander und die Zeit der großen "Wellen" war vorbei. Die Musikszene wurde vielschichtiger. Dean Martin und sein Produzent Jimmy Bowen haben in seinen späteren Jahren bei Reprise einen sehr eigenen Sound entwickelt, der irgendwo eine interessante Mischung aus klassischen Elementen aus Country oder Swing und modernem Pop waren. Waren auch die Alben nicht mehr konkret als Country deklariert finden sich auf vielen der späten Reprise-Scheiben eine Menge Aufnahmen, die so manchen Country -Fan erfreuen würden - hätte er die Chance sie zu hören, denn Dino hielt die Rechte an den meisten dieser Aufnahmen und wollte sie seinen Kindern "vererben". Glücklich kann sich schätzen, wer die alten Original-Scheiben besitzt. Auch jetzt, einige Jahre nach seinem Tode, tauchen diese Aufnahme auf CD nur sehr vereinzelt auf - dafür allerdings wirklich liebevoll remastered und in einem guten Sound (was auch bei Original-Reprise-LP`s nicht immer der Fall war). Vor den massigen Billig-CD`s sei hier ausdrücklich gewarnt - die haben in der Regel einen üblen Sound!

Dem Country-Fan speziell möchte ich eine CD der Capitol (die auch die Rechte einzelner Reprise -Aufnahmen vom "Dean Martin Family Trust" erhalten hat) ans Herz legen: " Dean Martin: Hurtin Country Songs" (Capitol 7243-5-21509-2-2), die 15 Country-Songs (darunter "Gentle on my mind", "Detroit city","Walk on by","I`m so lonesome I can cry","Born to lose" - leider fehlt "Rio Bravo", welches allerdings auch vom Sound etwas aus dem Rahmen gefallen wäre) in einer wirklich erstklassigen Qualität enthält. Und das dann sogar noch zum Midprice.

Als kleines aber feines Extra enthält das CD-Booklet ein Vorwort von Willie Nelson.

In ungefähr dem gleichen Zeitabschnitt war Dean Martin auch auf der Leinwand öfter im Sattel zu sehen, sei es nun in der gelungenen Western-Komödie "Texas across the river" (Zwei tolle Kerle in Texas) an der Seite von Alain Delon (wirklich sehr witzig!) oder aber in dem wundervollen Klassiker "The sons of Katie Elder" ("Die vier Söhne der Katie Elder"), der gerade in den USA auf DVD veröffentlich wurde (darauf, dass Paramount Deutschland da mal in die Hufe kommt, würde ich nicht bauen - die sind da nicht so fix wie die Herren von Warner ), "Bandolero", "Five card stud"(Todfeinde) dessen gleichnamiger Titelsong eine gesuchte Rarität ist, oder gar als böser Bandit in "Rough night in Jericho"(Als Jim Dolan kam), den es in den USA als DVD von dem kleinem "Goodtimes"-Label gibt.
In den 70er folgten noch zwei Filme, "Something big"(El capitano) und "Showdown"(Die Geier warten schon) - aber da hatte Dino schon nicht mehr so richtig die Lust.

Ziemlich unerwartet erschien dann 1983 auf dem Warner Brothers-Label eine wahre Perle für Country -Fans. Nämlich "Dean Martin - The Nashville Sessions" - es wurde Dean Martins letztes Studio-Album.

Das Album enthält 10 Songs von denen zwei Duette sind - eines mit Conway Twitty und das andere mit Merle Haggard. Die scheibe gehört nach wie vor zu meinen Lieblingsalben von Dean Martin und es ist äußerst bedauerlich, dass es nicht in einer liebevoll remasterten Fassung auf CD vorliegt. Aber vergrabene Schätze sind wohl das Los eines jeden Fans.

Nach diesem Album folgte 1985 noch eine Single auf der jedoch auch nur die A-Seite neu war - die B-Seite war ein Song aus dem "Nashville"-Album.

Dean Martin Zeichnung von H.W.H. Köhler

Filmtechnische konnte man Dean Martin in den 80ern auch nur noch in zwei denkwürdigen Filmauftritten an der Seite von Sammy Davis Jr. als Priester verkleidet in "Cannonball Run" (Auf dem Highway ist die Hölle los) und dessen Sequel sehen.

1988 sollte er noch einmal mit Sammy und Frankie auf Tour gehen - tat er auch, hatte aber nach zwei Wochen keine Lust mehr. Liza Minelli machte dann an seiner Stelle die Tour weiter mit. Danach wollte er nur noch seine Ruhe - und kann man ihm das verübeln?
Dino Crocetti starb am 25. Dezember 1995 im Alter von 78 Jahren.

Quellen: Nick Tosches: "Dino", Minerva Paperback 1993
Michael Althen: "Dean Martin. Seine Filme - sein Leben", Heyne Filmbibliothek 1997
Und unzählige Zeitungsberichte, die mir im Laufe der Jahre in die Finger kamen und sich festgesetzt haben.

CD-Empfehlungen:

Für den "Nur"-Country-Fan: "Dean Martin : Hurtin country songs" (Capitol 7243-5-21509-2-2) 15 Country-Song aus den Reprise Jahren. Digital remasters.

Für an Deans breitem Spektrum Interessierte: "The very best of Dean Martin" (Capitol 7243-4-96721-2 -3) 21 Tracks verschiedenster Stilrichtungen aus Capitol und Reprise Jahren. Digital remasters.
"The very best of Dean Martin, Vol.2" (Capitol 7143-5-27771-2-9) 21 Tracks verschiedenster  Stilrichtungen aus Capitol und Reprise Jahren. (enthalten u.a. auch die "Rio Bravo" und "My rifle,my pony and me" (Dean Martin-Solo-Studio-Version).

Die o.g. CDs sind qualitativ exzellent und auch vom Repertoire ein ziemliches Muss in jeder Sammlung.

Für den absoluten Dean Martin-Fan gibt es das Gesamtwerk aus den Diamond-, Apollo-, Embassy- und Capitol-Jahren in zwei Boxen zu je 8 CD`s und jeweils einem klasse Buch mit Diskografie von Bear Family Records. Die Boxen heißen "memories are made of this" und "Return to me".
Aber das ist den Fans sicher längst bekannt J

DVD-Empfehlung:

"Rio Bravo" (USA 1959) Warner Brothers. Derzeit nur in Regionalcode 1 erhältlich.
(eventuell ab August 2001 auch in einer Regionalcode 2-Fassung mit deutscher Tonspur).
"The sons of Katie Elder"(USA 1965) Paramount. Nur in Regionalcode 1 erhältlich.
Nur in Original-Sprachfasssung.

Torsten Behm

Einigen ist sicher die tolle Karikatur von Dean Martin auf dieser Seite aufgefallen. Der Zeichner  Hartmut W. H. Köhler schreibt auch wunderbare Geschichten, ein kleiner Western findet sich im Internet unter: http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?2717

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