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Der berühmte Gitarrist Grady Martin ist am 03. Dezember 2001 verstorben. Ein Star der Country Musik ist er nie gewesen und doch kannten ihn
viele. Unter Musiker Kollegen war er immer geschätzt und beliebt.
Bis 1994 hatte Grady noch in der Willie Nelson Family gespielt, der Tour Band von Willie
Nelson. Auch bei der legendären Europatournee der Highwaymen war Grady Martin neben Willie Nelson, Waylon Jennings, Johnny Cash und Kris Kristofferson auf der Bühne.
Doch besser bekannt ist Grady Martin aus viel früherer Zeit. Er war ein Teil des berühmten A-Teams, eine Gruppe von Studiomusikern, die über viele Jahre
hinweg die Plattenaufnahmen für nahezu alle namhaften Countrystars eingespielt haben. Mit dabei waren damals außer Grady selbst so berühmte Musiker, wie Chet Atkins,
Hank Garland, Floyd Cramer und Buddy Harman.
Grady hat im Studio für Stars wie Hank Williams, Elvis Presley oder Bing Crosby gespielt, um nur ein paar Namen zu
nennen.
Grady ist auf so bekannten Aufnahmen wie Red Foleys Chattanoogie Shoe Shine Boy von 1949, Merle Haggards That's The Way Love Goes, Roy Orbisons Pretty
Woman, Marty Robbins' El Paso, Willie Nelsons On The Road Again, Johnny Hortons Honky Tonk Man und Battle Of New Orleans, Loretta Lynns Coalminer's Daughter, Sammi
Smiths Help Me Make It Through The Night, Ray Prices For The Good Times und vielen hundert Songs mehr. Außerdem hat er auf vielen Rockabilly Aufnahmen gespielt, unter
anderem für Johnny Burnette und Buddy Holly.
1961 dachte die Welt schon es sei um Grady Martin geschehen, er hatte einen so schweren Autounfall, dass man
dachte er könne nie wieder Gitarre spielen. Doch Grady berappelte sich und stand schon kurze Zeit nach dem Unfall wieder in den Studios.
Zum Ende der siebziger
Jahre hatte Grady Martin nicht mehr viel Lust in den Plattenstudios von Nashville rumzuhängen. Nur noch selten war er dort anzutreffen. Um aber keine Langeweile zu
haben hat er sich zunächst der Band von Jerry Reed angeschlossen. Außerdem schloss er sich der Fernsehband in der T. Tommy Crutrer Show an.
Geboren wurde Grady
Martin am 17. Januar 1929 in Chappel Hill in Tennessee. Als er ein Junge war konnte er Zuhause die Grand Ole Opry im Radio hören. Er hörte Stars wie Roy Acuff und
DeFord Bailey. Damals schon wusste er, dass er Musik machen will. Da er aus einer musikalischen Familie kam, seine Mutter spielte Piano und sein Bruder Gitarre, bekam
er als erstes Instrument eine Fiddle geschenkt. Doch lieber spielte er auf der Gitarre seines Bruders. Mit 17 Jahren spielte Grady so gut, dass er für die erste
Plattenaufnahme als Gitarrist eingesetzt wurde.
Mit dem Tod von Grady Martin ist die Welt der Country Musik wieder ein Stück ärmer. Was uns bleibt ist die Musik
die Grady in seinen 72 Lebensjahren für uns geschaffen hat. Viele alte Kollegen werden im Hillbilly Heaven sicher schon sehnsüchtig auf einen solchen Gitarristen
warten.
Thomas Fürst
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